"Windelfrei" Abhalten- so geht´s

June 8, 2018

Euer Baby pieselt nicht gern in die Windel?

Ihr habt es satt, so viele Stoffwindeln zu waschen oder ständig neue Wegwerfwindeln zu kaufen?

Ihr möchtet den Intimbereich eures Säuglings trocken und sauber halten?

Ihr möchtet die Kommunikation zwischen euch stärken und dem Baby helfen, nach seinen Bedürfnissen zu agieren?

 

Dann probiert´s doch mal mit "windelfrei".

Und das bedeutet nicht, dass ihr euren Schatz von nun an ohne Hose rumkrabbeln lassen müsst.

Wir benutzen tagtäglich trotzdem Stoffwindeln, da es uns eine Sicherheit gibt und leider auch nicht immer und überall Möglichkeiten zum Abhalten gibt. 

 

Hier bekommst du kurze, knackige Info´s, wie es bei uns geklappt hat.

Unser Sohn ist mittlerweile 5 Monate alt. Tagsüber gibt es selten nasse Einlagen und Nachts auch immer weniger- je nachdem, wie oft wir stillen.

 

 

 

 

Kurz zu unserer Geschichte:

Angefangen haben wir mit ca. 3 Monaten. Eher zaghaft und noch ängstlich, da er seinen Kopf noch nicht ganz stabil halten konnte.

Wir beobachteten seine Kommunikation, wenn er mal wieder auf den Wickeltisch pullerte, signalisierten mit einen "psssss" und setzten ihn nach einigen Wochen aufs Töpfchen, wenn wir dachten, dass er muss.

Zu Beginn war es eher mies mit der Ausbeute. Eins, zwei Mal ging es ins Waschbecken, aber das war es auch schon.

Ich wollte windelfrei schon fast als Blödsinn für uns abtun, aber ich glaubte fest daran, dass unser sensibles Würmchen das gut tun könnte, denn er hatte irgendwie ein Problem damit, wenn er Pippi musste. Er zappelte, drückte und wurde launisch (ist er auch immer noch, wenn er pullern muss und nicht gleich aufs Töpfchen kommt)

Also machten wir mit Standartsituationen weiter und konnten so beobachten, dass er so 20-30 Minuten nach dem Stillen pieselte und ein paar Minuten nach dem Aufstehen. 

Diese Momente galt es also nun abzupassen. 

Es klappte immer besser und schon bald konnten wir nach unserer Intuition- gepaart mit dem Wissen, wann er mal Muss, agieren.

 

Mittlerweile wissen wir:

  Beim Stillen- wenn gar nichts mehr geht und er immer wieder absetzt, muss er wahrscheinlich Pippi.

Liegt er da, zieht die Beine hoch und spannt ersichtlich die Bauchmuskeln an, muss er pullern oder sogar Kacki.

Wacht er auf (ob Tag, ob Nacht), muss er spätestens nach 5 Minuten.

Nimmt man ihn aus dem Tragetuch, muss er nach einigen Minuten.

Biegt er sich durch, zwickt die Blase oder ein Pups liegt quer- manchmal auch ein Rülpsi.

Zappelt er im Tragetuch oder drückt sich lautlos weg, muss er mal.

Er pullert meist in 2 Etappen. Warten lohnt sich also, wenn man nicht 5 Minuten später wieder alles an- und ausziehen will.

 

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Und so kannst du vorgehen:

 

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Signale deuten

 

> Beobachte, was dein Baby tut, wenn es pullert- achte auf die Körpersprache & Laute 

>Gib ein von dir gewähltes Signalwort oder ein Signallaut wie "Pssssssss" oder "Lulu"

 

z.B. beim nackig spielen, auf dem Wickeltisch oder beim Stillen.

Willst du keine nassen Decken oder Unterlagen, ziehe deinem Kind einfach eine Mullwindel an oder fasse von der Seite in die Windel, um zu testen, ob sie nass ist.

Du kannst auch während des Stillens ein Töpfchen unter Babys Popo halten, denn gerade in den ersten Wochen macht es meist währenddessen. 

 

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Standartsituationen nutzen

 

Halte dein Baby in Standartsituationen ab

 

dies sind zum Beispiel:

-während oder nach dem Stillen

-nach jedem Aufwachen

-nach jedem Herausnehmen aus Tuch, Wagen oder Stuhl

 

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Intuition

 

>Halte dein Baby ab, wenn du auch nur ein bisschen denkst: Muss es vielleicht Pippi?

 

die Intuition entwickelt sich meist aus Erlebtem und aus der Körpersprache deines Babys

 

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Das Abhalten:

 

>ziehe dein Kind so aus, dass es Pippi/ Kacki machen kann

>halte es ab:

-über ein Töpfchen/eine Schüssel

-über der Toilette

-über dem Waschbecken

-über der Badewanne

-draußen am Wegesrand/ an einem Baum (gehe am besten in die Hocke, damit dein Baby nicht in der Luft schwebt)

 

Wie halten?

-du kannst dein Baby in beiden Händen unter den Oberschenkeln halten (Wie bei mir auf dem Titelbild)

-du kannst dein Baby schräg in einem Arm halten

-du kannst dein Baby auf deinen Schoß setzen

-du kannst dein Baby an den Rand der Badewanne/des Waschbeckens stellen

 

>wenn nötig, wische den Popo ab

 

>ziehe dein Kind wieder an oder lass es im Sommer am besten nackig rumstrampeln --> es hat ja gerade gepullert

 

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Was du sonst noch brauchst

 

>Spaß bei der Sache- nichts passiert unter Druck

-will dein Kind nicht, lass es für dem Moment- probier es einfach später oder nach ein paar Tagen weiter

 

> passende Kleidung:

-Stoffwindeln machen sich gut, da das Kind merkt, wann es nass wird

-Zweiteiler, statt Bodys

-vielleicht extra dafür gemachte Kleidung wie Splitpants, Abhalte-Windeln, Mokomidis (findest zu z.B. hier)

 

>überlege dir, wie du draußen oder unterwegs vorgehst

-nutze Restaurants, den Wegesrand oder dein Töpfchen unterwegs auf der Bank

 

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Dies können Signale sein

 

Dein Baby:

-setzt beim Stillen immer wieder ab 

-hält inne und/oder nuckelt nur noch, obwohl es noch nicht satt sein kann

-zappelt, drückt sich durch, strampelt

-pupst ständig

-wird meckerich (z.B. eine halbe Stunde nach dem Stillen)

-zieht die Beine in Rückenlage an

-stöhnt, kreischt

-will unbedingt aus dem Hochstuhl, Tragetuch, Kinderwagen oder vom Arm

-schaut das Töpfchen an oder krabbelt sogar hin

 

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Das war´s erst einmal. Wenn´s was Aktuelles bei uns gibt oder ich neue Infos habe, wird hier natürlich aktualisiert. 

Außerdem tüftel ich, wenn die Zeit es zulässt, an einer Abhaltehose mit inkludierter Windel, damit das Abhalten nicht zum ewigen An- und Ausgeziehe wird.

 

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