Unser hochsensibles Baby- was wir NICHT tun können

May 23, 2018

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Eine Träne kullert meine Wange herunter, Wenn du mich voller Liebe anschaust und doch meine Nähe nicht erträgst.

Dein Lächeln geht tief ins Herz und doch zersplittert es, wenn du dich gegen meine Berührungen wehrst.

Du willst mich umarmen und bekommst Angstgefühle sobald deine Haut meine berührt. 

Ich bin deine große Liebe, dein Leben und doch kannst du mich nicht vollkommen genießen.  

Ich bin dein Halt und dein Schutz und doch fühlst du dich, als würde ich dich in eine Schlucht stürzen,  wenn ich dich im Arm behalte.

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Sein Lächeln 

Wir können unser Baby nicht einfach in den Arm nehmen, wenn es weint und wieder glücklich kuscheln. 
Er erträgt kuscheln nicht.

Wir können ihn nicht einfach massieren zur Entspannung. Viele Berührungen hält er nicht aus.

Wir können nicht einfach draußen am See spazieren gehen. Selbst dort sind es zu viele Reize für ihn.

Wir können ihn nicht in den Schlaf schaukeln, er hasst es im Arm zu liegen und schaukeln ist sowieso blöd.

Wir können ihn nicht mit sanfter Stimme beruhigen, dass macht ihn wütend.

Wir können ihm keinen Schnuller oder die Flasche geben, damit er nicht andauernd Luft an der Brust schluckt. Er nimmt sie nicht an.

Wir können ihn nicht in einen Kinderwagen legen, da will er sich hinsetzen-  kann er aber noch nicht.
Setzt man ihn aufrechter,  ist er von zu vielen Reizen überfordert und für seinen Rücken ist es auch noch nicht gesund.

Wir können ihn nicht immer tragen, weil er Körperkontakt nur müde erträgt.

Mehr als mit zwei Kinderliedern können wir ihn nicht bespaßen, weil es ihm dann zu viel wird.

Er wird nachts wach und wälzt sich, weil er nicht in die Windel pullern will.
Er weint , wenn man ihn über ein Töpfchen  hält,  weil er zu müde ist. 
Im liegen pullert er aber auch nicht.

Für Zugucken in der Küche oder beim Essen machen ist er entweder zu überdreht, zu müde oder will sich hinsetzen, obwohl er es noch nicht kann & wird dann sauer.

Baden geht so, aber abtrocknen bäh, anziehen bäh, Massieren bäh.

Viel sehen ist zu viel, wenig sehen zu wenig.

Rückenlage doof, Bauchlage auch schnell doof,  Seitenlage dient nur der Drehung, also auch doof, weil anstrengend.

Krabbeln geht noch nicht, also wird er meckerich. Still sitzen ist langweilig.  Rumlaufen mit dem Rücken zu uns ist für ihn Super für eine Weile - für uns zu schwer. Und schlafen kann man im Sitzen auch nicht.


 

 

Er liebt Spielereien, ist aber schnell voll.

Treffen und Besuche sind unmöglich,  weil er sonst kaum wieder zur Ruhe findet. 

 

Zum Schlaf braucht er absolute Stille und einen abgedunkelten Raum. 

Abends im Bett wacht er oft alle Stunde auf, bis wir dazu stoßen. Beruhigen geht nur mit Brust,  sonst gibt's Ärger! 

 

Einige Stunden schläft er super. 

Sehr frühen Morgen dann wird der Schlaf unruhiger, ist aber immer noch müde. 

Die Brust hilft.

Nach einer halben Stunde aber muss er aufstoßen und spucken.

Manchmal auch pullern. 

Also in die Senkrechte.

In der Senkrechten kann man nicht schlafen.

Also wieder hinlegen.

Beruhigen geht nur mit der Brust...

Aber jedes Lächeln und Schäkern lässt uns all das für kurze Zeit vergessen und dahin schmelzen

 

Wir lieben dich!

 

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