Wie beruhige ich mein Baby?

April 16, 2018

Ihr seid schwanger und wollt eurem Baby ein geborgenes Zuhause geben? Ihr wollt bestens vorbereitet sein, um euren Knirps schnell trösten oder helfen zu können?

Du wirst Tante, Onkel, Oma oder deine beste Freundin ist schwanger und du möchtest ihr hilfreiche Tipps mit an die Hand geben?

Hier findest du unsere 17 „Beruhigungsmittel“, die uns und unserem Baby geholfen haben, denn wir haben ein SEHR sensibles Kerlchen, welches sich nicht mal eben schnell beruhigen lässt. Hätten wir das ein oder andere vorher gewusst, wären uns einige unruhige Stunden erspart geblieben. Vor allem der Punkt „Auf die Laute deines Babys hören“ hat uns (leider etwas spät entdeckt) schnell geholfen, die Bedürfnisse unseres Kleinen zu verstehen.

 

Hier nun erst einmal ein kleiner Überblick zu unseren Tipps (der 17. steht unter wichtige Hinweise):

 

1.) Pucken

2.) Nackig strampeln lassen

3.) Mama´s/Papa´s Shirt an den Kopf legen

4.) Im Tragetuch tragen

5.) Im Arm wiegen

6.) Sch-Laute

7.) Im Wipper wippen/ schaukeln

8.) Seitlich ablegen

10.) entspannte Haltung

11.) Im Bett liegend stillen

12.) Fest umklammern

13.) Gleichbleibende Geräusche

14.) Auto-/ Kinderwagenspazierfahrt

15.) Saugbedürfnis stillen

16.) Auf die Laute deines Babys hören

 

 Natürlich habe ich euch auch hier mal wieder eine Bildanleitung gemalt, die alles zusammenhält. 

Wollt ihr diese Anleitung für euch als schnelle Übersicht oder für eine Freundin als Geschenk zur Geburt? 

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Und nun gehen wir mal der Reihe nach detailierter in jede "Methode" rein.

Aber vorab zwei wichtige Hinweise:

 

Diese beruhigenden Tipps sind vor allem für kleine Babys geeignet. Das Pucken zum Beispiel wird vor allem bei 0-3 Monate alten Kindern empfohlen, da sie erst einmal aus Mamas Bauch heraus in der Welt ankommen müssen. Nicht alle Tipps sind für jedes Baby geeignet und nicht alle sind auch gut geeignet für ältere Babys. Hier gilt es auszuprobieren bzw auf sein Kind & sein Bauchgefühl zu hören (das ist sowieso das aller wichtigste!)

 

Wird dein Baby zunehmend unruhiger, setzte es auf keinen Fall weiteren Reizen aus bzw. schirme es vor weiteren Reizen ab. 

Dazu gehörrt z.B. der ständige Besuch von Freunden und Familie. Gerade wenn dein Baby erst ein paar Wochen alt ist, kann es durch vielen Besuch schnell überfordert sein. Auch das ständige Wechseln von Beruhigungsversuchen, von Mamas auf Papas Arm, von Liegeposition auf Schulter hochgenommen, das Andrehen von Spielzeug als Beruhigung und so weiter kann dein Baby noch verrückter machen und am Ende ist es so überreizt, dass es gar nicht mehr runterkommt. Gerade unsere Kleinste brauchen so wenig Reize wie möglich!

Hat dein Baby mehrere Schreitage, kann es helfen, einfach mal Zuhause zu bleiben und euch allen einige Ruhetage zu gönnen mit viiiiel viel Körperkontakt.

 

Und jetzt geht´s genauer an unsere Tipps:

 

1.) Pucken

Wie bereits vorher erwähnt, ist das Pucken für die Kleinsten unter den Babys (die ersten 3 Monate) besonders wichtig. Sie kommen aus ihrer sicheren Hülle, dem Mutterleib und liegen nun oft frei im kahlen Bettchen und wissen nicht wohin mit ihren Ärmchen und Beinchen. Das altbewährte Einwickeln in einem Tuch hilft deinem Baby Grenzen zu erfahren, die es auch im Bauch noch hatte. Die Ärmchen werden eng an den Körper gelegt und der ganze Knirps wird fest eingewickelt. Empfohlen wird heutzutage eher ein Puckgürtel, da ein Tuch die Anhockspreizstellung der Beine, die wichtig für die Hüftentwicklung ist, nicht gut zulässt.

Das Auskleiden der Liegestellen mit z.B. einem Nestchen oder eingerollten Decken kann deinem Kind ebenso helfen, sich im Raum wohlzufühlen und nicht überfordert von seinen rumfuchtelnden Armen zu sein. Allerdings sollte es aus Sicherheitsgründen nicht ohne Aufsicht in einem solchen Kissenberg schlafen. 

Auußerdem kannst du deinem Baby sanft die Ärmchen festhalten, wenn es diese vor Aufregung hin und her schmeißt (es weiß ja noch gar nichts mit ihnen anzufangen!)

 

2.) Nackig strampeln lassen

Oder wenigstens unten Ohne! Denn ein freies Strampeln ohne Windel und Co, helfen deinem Baby überschüssige Luft abzuwerfen und so Bauchweh zu vermeiden. Am besten machst du dein Raum vorher schön warm- z.B. mit einem Heizlüfter.

 

3.) Mama´s/Papa´s Shirt an den Kopf legen

Der bekannte Geruch von Mama und Papa z.B. zum Schlafen kann helfen, sich wohl und geborgen zu fühlen. 

 

4.) Im Tragetuch tragen

Der absolute Helfer bei akuten Schrei- und Quengeltagen. Ab ins Tuch (auch wenn sich strikt dagegen gewährt wird), raus an die frische Lust und im federnden Schritt auf und ab laufen. Im Extremfall dazu noch laut "Sssschhhhhh" machen und dein Baby ganz fest umschlingen. Das war unser Rettungsanker an ganz reizüberfluteten Tagen oder in Entwicklungsschüben.  Wenn auch dann nichts half, schnallte ich (Mami) Tragetuch etwas nach unten und stillte den kleinen im Tuch. Ein paar Züge später wurde er ruhiger und fing bald an zu schlafen.

Auch leichtes Tanzen kann hier helfen. 

Im Tragetuch gilt: Je aufgeregter, weinerlicher ein Baby ist, desto federnder/ausfallender müssten deine Schritte sein, um zu beruhigen!

 

5.) Im Arm wiegen

Leider bei uns nicht so der Bringer.  Irgendwie verband er diese Position wohl immer mit essen. Aber es ist einer DER Tipps unter Eltern, weshalb wir ihn mit aufgenommen haben. Auch sich so mit dem Kind auf einen großen Gymnastikball schwingen soll helfen (bei uns hilft das leichte Wippen auf dem Trampolin während er im Tragetuch sitzt).

 

6.) Sch-Laute

Das macht wohl jedes Elternteil ganz automatisch. Sch-Laute erinnern das Baby an die Geräuschkulisse Im Mutterleib, die es viele Monate hatte und wirkt deshalb beruhigend. Auch hier gilt, je aufgebrachter das Kind, desto lauter darf das "Sch" sein!

 

7.) Im Wipper wippen/ schaukeln

Wippen war (bis jetzt) nicht so der Hit, dafür aber schaukeln! Wir banden unseren Wipper vor einigen Tagen an ein Seil, welches von der Decke hängt und schwingen unseren kleinen Mann nun zum tagtäglichen Nickerchen darin, bis die Äuglein zufallen (leider findet er bis jetzt tagsüber sonst nicht allein in den Schlaf)

 

8.) Seitlich ablegen

Das zum Beispiel hätten wir gerne vorher gewusst! Durch das Ablegen auf den Rücken wird der sogenannte Moro-Reflex ausgelöst, welchen das Kind denken lässt, dass es fällt. Stellt euch nur mal vor, ihr würdet mehrmals am Tag denken ihr fallt ins Leere nach hinten. 

Deshalb versucht immer euer Kind über die Seite auf den Rücken zu legen. Das machen wir heute noch und erschreckt den Kleinen nicht so.

 

10.) entspannte Haltung

Auch eine Sache, die wir gerne von Anfang an gewusst hätten. Ein Baby muss in Rückenlage permanent die Beinchen anspannen, weil es noch nicht schafft, diese gemütlich auf der Unterlage abzulegen. Deshalb ist es um ein vielfaches entspannter, wenn man ihm ein Kissen oder eine eingerollte Decke unter die Waden legt. Das Köpfchen kann man auch ein wenig erhöht lagern und so kann dein Baby gaaanz entspannt chill´n, wenn es mal wieder die Decke beobachtet (wir haben da so schöne Mandala Vorhänge angebracht, die er fleißig studiert). Auch Pupsis findne so leichter ihren Weg!

 

11.) Im Bett liegend stillen

So wird bei uns zum Einschlafen gestillt oder wenn absolut gar nichts mehr hilft- dann geht nur mit dem Kleinen hinlegen, den Arm um ihn schwingen und mit der Hand sein Ärmchen festhalten. Und so dann stillen. Mit der anderen Hand streichle ich dann manchmal seinen Kopf oder zwischen den Augen. In besonders unruhigen Momenten noch ein "Ssschhh" dazu und der kleine fühlt sich schnell wieder wohl. 

 

12.) Fest umklammern

Dies hilft oft, wie auch schon zuvor beschrieben, im Tragetuch oder im Bett. Dein Baby kann sich so schnell vergraben oder sich ausweinen, bis es sich beruhigt hat. Manhcmal stecken die Kleinen so in ihrem Weinerli, dass sie so schnell garnicht merken, dass alles für sie Doofe schon längst vorbei ist.

 

13.) Gleichbleibende Geräusche

Altbewährt und immenroch super- die Geräusche des Fönes oder Staubsaugers. Tatsächlich ist unser kleiner Mann dadurch schon das ein oder andere Mal einfach eingeschlafen oder ist zumindest ruhiger geworden. Es ist halt ähnlich wie mit dem "Sch".

 

14.) Auto-/ Kinderwagen-Spazierfahrt

Von uns nicht getestet, da wir beides nicht haben, aber von unzähligen Eltern als Rettungsanker empfunden. Allerdings sollte man beim Auto-Spaziergang beachten, dass ein Kindersitz keine gute und natürliche Liegeposition für dein Baby bietet und somit nicht so oft und lange eingesetzt werden sollte.

 

15.) Saugbedürfnis stillen

Über das Saugen  beruhigen sich Babys stark. Es ist in dem Alter oft die einzige Möglichkeit zur Selbstregulation. Die natürlichste Befriedigung für das saugen gibt natürlich die Brust. Allerdings verfügt diese auch immer über Milch. Bei manch einem Baby kann dies zu Verdauungsproblemen führen. Deshalb können durchaus Alternativen gefunden werden, wie z.B. ein Nuckeltuch, das eigene Fäustchen des Babys, Papas kleiner Finger oder auch ein Schnuller. Dieser sollte aber nicht als Allheilmittel dienen. Denn manchmal möchte ein Baby auch einfach den Körperkontakt genießen.

 

16.) Auf die Laute deines Babys hören

Die coolste Etdeckung überhaupt. Priscilla Dunstan entdeckte, dass Babys durch Reflexe verschiedene Laute abgeben, mit Hilfe deren Eltern genau erkennen können, welche Bedürfnisse ihr Baby erade hat.

Wir haben es Ende des dritten Monats entdeckt. Es war echt der Knaller. "Er macht EAIR- er muss pupsen" hieß es dann von mir und *pups* siehe da... Sehr genial. Ein zuammenfassendes Video dazu findet ihr in diesem Video:  (zwar auf englisch, aber leicht zu verstehen!)

 

Folgende Laute entdeckte Priscilla:

NEH= Hunger

OWH= Müde

HEH= Unwohlsein 

EAIR= Pupsi/ Kacki oder Bauchweh

Eh= Rülpsi

 

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Das waren sie- unsere Tipps, um euren Familienalltag entspannt zu meistern und auch schwierige Schrei- und Meckertage durchzustehen. 

Sollte dein Baby vermehrt Schreien, versuche es doch mal mit einem Osteopathen. 

Unser kleiner Knirps war sehr, sehr angespannt am ganzen Körper (sowas kann z.B. von viel Stress und auch einer schnellen Geburt kommen). Ein Osteopath und eigene Übungen aus dem unten genannten Buch halfen uns, dass er entspannter wurde. Außerdem kürzten wir unsere Unternehmungen aufs Nötigste! 

Seit dem helfen auch schon mal kleinere Beruhigungs"methoden", wenn er es nicht schafft einzuschlafen.

 

*Viele Inspirationen fanden wir in diesem Buch einer Osteopathin "Baby Nöte verstehen"

und auch hier gibt es einiges an Tipps zu lesen "So beruhige ich mein Baby"

 

Diesen Artikel kannst du auch hier anhören.

 

 

 

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