Zwergenschlaf- Abendroutine mit 6 Monaten 

Die Theorie, dass Kindern eine Abendroutine gut tut, kannte ich schon, als unser großer Zwerg noch Mini war.

Bei ihm war es allerdings völlig unmöglich auch nur einen winzigen Teil einer Art Routine einzubauen.

Schlagartig wurde der Herr müde. Von jetzt auf gleich. Und zwar so sehr, dass nur noch Ab-ins-Bett ging.

Leider war es auch damit nicht entspannt, denn es artete in stillen mit anschließendem Gespucke in Fontänen und drei Kacksplosionen ins Abhaltetöpfchen aus. Zwischen Bettlaken abwischen, Mullwindeln um den Kopf drapieren und Body trocken föhnen, ging es dann irgendwann erschöpft zum wieder stillen und schlafen über.

Naja, nun läuft's aber ganz anders.

Kleiner Zwerg ist sehr geduldig und schafft trotz Müdigkeit auch gerne mal noch ein halbes Stündchen oder länger wach zu bleiben, weil es der Familienalltag und mein Hunger oft nicht anders zulassen.

Und selbst dann hängen wir oft noch ein entspanntes kleines Ritual hinten dran, damit wir noch ein bisschen "Exklusive time" haben.

Und so sieht es dann aus :

* Abendessen alle zusammen. Kleiner Prinz sitzt dabei und nascht manchmal ein paar Tröpfchen Obst von seinem Löffel

* Je nach Müdigkeit die Töpfchenzeit vom Großen begleiten und dabei ein Buch angucken oder mit "Socki und Pocki" (Meine Hände in Socken versteckt) quatschen

* Oder gleich in Bad fliegen

* Je nach Bedarf waschen

* Windelfrei Zeit inklusive Fußmassage genießen - gern mit einem hoch verdünntem ätherischen Öl wie Weihrauch oder Lavendel - dabei singe ich ein Schlaflied vor (immer das Gleiche)

* Wenn Mäuschen krank ist, wird hier gleich auch noch die liebevolle Verpflegung eingeschoben: Brustwickel, einreiben und Muttermilch in die Nase träufeln

* Anziehen

* Gute Nacht Knutschis an alle verteilen

* Ins Schlafzimmer fliegen

*

Nachtlicht

anmachen

* Immer das selbe Buch anschauen - bei uns ist das

Pixi

unkaputtbar "Ich hab dich lieb kleiner Bär"

* Gute Nacht Kuss geben

*

Rauschibär

anmachen (Umgebungsgeräusche werden ausgeblendet und das Rauschen erinnert an Geräusche im Mutterleib)

* Licht ausmachen

* Je nach Bedarf stillen oder zum einschlafen ein paar Minuten auf dem Hüpfball schaukeln - in manchen Fällen geht's fürs erste Schläfchen auch mal in die Federwiege (im Krankheitsfall ist die Swing2sleep oft die einzige Chance für einen gesundenen Schlaf)

*gleich selbst mitschlafen oder wenigstens so 20-30 Minuten wachen und entspannen (oder Blogartikel auf dem Handy schreiben :-p)- einfach mal die Ruhe genießen

*Rausschleichen und sich noch ein bisschen Zeit gönnen oder wirklich einfach mal mitschlafen

So das war's "schon".

Ich genieße die Zeit total, da ich merke, wie sie mir und dem kleinen Zwerg gut tun. Ich freue mich aber auch schon sehr auf die Zeit, in der wir beide Mäuse zusammen ins Bettchen bringen.

Momentan schläft großer Bär gerne mal erst gegen 22Uhr und das ist für kleiner Bär doch etwas spät!

P.s. Wir müssen unser Familienbett leider für eine Zeit aufteilen, da sich unsere kleinen Zwerge immer gegenseitig wach gemacht haben. Aber irgendwann werden unsere zwei Lager endlich wieder zusammengeführt- da freue ich mich schon sehnsüchtig drauf, auch wenn das bedeutet, dass man sich wieder kaum um die eigene Achse drehen kann :-p